Andalusien. Spaniens wilde Schönheit.

Cadiz: Das Havanna Spaniens

Havanna? Kuba? Wir stehen an der Malecon - der Hafenmauer - in Cádiz und fühlen uns.... wie in Havanna.... In wenigen Augenblicken wird Hale Berry mit ihrem sexy Bikini aus den Fluten steigen und mit Bond Pierce Brosnan am Strand einen Mojito nehmen. Die berühmte Filmszene für "Stirb an einem anderen Tag" wurde nicht auf Kuba gedreht, sondern genau hier, in "Habanita", in Klein Havanna in Cadiz.

 

Cadiz ist die älteste Stadt Europas. Der Legende nach trennte Herkules Europa von Afrika und schuf so die Meeresenge von Gibraltar. Das 3000 Jahre alte Cádiz ist Teil dieser Legende. Tatsächlich wurde Cádiz 1100 vor Christi von den Phöniziern , den Gadir, gegründet. Viele Völker hat Cádiz gesehen: die Römer, die Westgoten, die Araber. Und auch Christopher Kolumbus liebte das Städtchen. Von hier startete er viele Erkundungen, hinaus in die neue Welt.

 

Heute hat Cádiz rund 140.000 Einwohner und wird liebevoll die Stadt des "Ozeans und des Lichts" genannt. Die pittoreske Stadt hat unzählige hübsche Bauwerke und Museen und viele schöne Strände. Der berühmteste ist natürlich dieser, der Playa de la Caleta, direkt in der historischen Altstadt. Früh morgens treffen sich Männer zum Kaffee, denn die Spanier frühstücken nicht zuhause, sondern auf dem Weg in die Arbeit. Pärchen joggen an uns vorbei, die Mauer entlang, und wir können uns gar nicht satt sehen, am sensationell dramatischen Himmel, den bunten Fischerbooten, den Fischern, die ihre Netze vorbereiten und den Möwen, die sich vom Wind tragen lassen. Die Promenade ist von zwei historischen Forts eingerahmt: Dem Castillo de San Sebastian und dem Castillo de Santa Catalina.

Cadiz ähnelt Havanna nicht aus purem Zufall. Während der spanischen Kolonialzeit segelten Kaufleute zwischen Cadiz und Havanna hin und her. "Cadiz ähnelt nicht Havanna! Havanna ähnelt Cadiz!" hören wir denn auch von den Einheimischen hier.

 

Cádiz ist von drei Seiten vom Meer umgeben, eine mächtige neue Brücke verbindet den Ort mit dem Festland. Die Altstadt ist charmant und klein: 1,8 km lang, 1,2 km breit und angelegt wie ein Schachbrett. Hier schlendern wir an unzähligen hübschen Boutiquen vorbei und Tapas-Bodegas. Wir genießen die köstlichen spanischen Tapas und den obligatorischen Sherry.

 

Die beste Aussicht über die bezaubernde Stadt haben wir vom Torre Tavira, einem der 129 Türme der Stadt. Der Torre Tavira ist auf dem höchsten Punkt der Stadt gelegen. Im Nu klettern wir die Stiegen zum Turm hinauf und genießen den Rundumblick. Besonders witzig ist  die Camera Obscura, eine Spiegelkamera. In einem dunklen Raum des Turmes zeigt uns eine junge Dame, was sich in den Gassen um den Turm herum tut - und das alles über die durch und durch faszinierende Spiegelkamera. Die Kamera projeziert das Geschehen auf eine weiße Leinwand. Man hat das Gefühl, über den Gassen zu fliegen. (www.torretavira.com)

 

Cadiz ist die Hauptstadt der Provinz Cadiz in Andalusien mit rund 260 Kilometer Küstenlinie, davon 138 Kilometer Strand: Sandstrände, Felsstrände, kleine Buchten, Strände mit kristallklarem Wasser. Überwältigend schön sind die Steilküsten von Los Canos de Meca und die Buchten von Conil. Hier kann man versteckte Strände finden, an die man sich wunderbar zurück ziehen kann. Und mit ein wenig Glück kann man hier sogar Wale und Delfine beobachten.

 

Restauranttipps für Cadiz:

Casino: www.casinogrupovelez.com

Cafeé Royality: www.caferoyalty.com

 

Sevilla: Königlich

In Sevilla besuchen wir zunächst das Königliche Schloss. Mit abertausenden anderen Touristen drängen wir uns durch die Gemäuer und sind dennoch tief beeindruckt vom sensationellen Prunk des Anwesens. Wir haben Glück heute: denn die Herrscherfamilie ist nicht zugegen. Ansonsten wären die Pforten für uns verschlossen geblieben. Das Schloss stammt aus maurischen Zeiten und hat unzählig viele Innenhöfe mit Namen wie "Puppenhof". Die wurden kreiert, um den Zimmern die persönliche Note zu geben. Das Erdgeschoss des Schlosses war wegen der dicken Mauern stets die Sommerresidenz der Herrscher. Im Winter residierten sie im ersten Stock mit mehr Licht und Wärme. Der Tanzsaal ist riesig. Musste er auch sein, wollten die Damen mit ihren ausladenden Ballkleidern ihre Walzer drehen. 70.000 m² Gärten luden die Regenten zur Muse ein. Man flanierte, sinnierte, die Damen erfreuten sich an bunten Rosen. Heute drängen sich die Touristen, um das perfekte Selfie zu knipsen.

 

Wir sind begeistert von Sevilla. Sevilla ist die viert größte Stadt Spaniens und die Hauptstadt Andalusiens. 3000 Jahre alt ist die Stadt mit 700.000 Einwohnern. 140 Bauwerke stehen hier unter Denkmalschutz. Und so gibt es viel zu sehen. Sehr viel. Neben dem Schloss ist die Kathedrale sicherlich meist besucht. An der Stelle, wo früher eine Moschee stand wurde von 1401–1519 die wohl größte Kathedrale der Welt im gotischen Stil erbaut. Die Kirche ist mächtig groß - allein das mittlere Kirschenschiff ist 42 Meter hoch - und  fast furchteinflößend in ihrem Prunk.

 

Las Setas: Der Pilz Sevillas

Besonders beeindruckt sind wir vom Metropol Parasol, dem Sonnenschirm Sevillas. Die riesige Holzkonstruktion mit einer Länge von 150 Metern und einer Höhe von 26 Metern wurde von 2005 bis 2011 mitten in der Stadt auf dem Platz Plaza de la Encarnación errichtet. Das Bauwerk besteht ausschließlich aus organischen Strukturen und wurde vom deutschen Architekten Jürgen Mayer entworfen. 2012 erhielt Mayer dafür den Designerpreis Best of the Best. Mit dem Aufzug gehts hinauf, auf den Parasol. Von hier oben hat man einen überragenden Blick über die Altstadt Sevillas. Die langen Arme des Parasols vermitteln den Eindruck, man wäre im Filmset eines Science Fiction Filmes gelandet. Wir spazieren den Weg auf dem Kopf des Pilzes entlang und sind tief beeindruckt von diesem architektonischen Meisterwerk.

 

Für Sevilla sollte man sich auf jeden fall zwei, drei Tage Zeit nehmen. Die Stadt ist lebendig, jung. In den Gassen der Altstadt tummeln sich Einheimische und Besucher, jung und alt. An den zauberhaften Boutiquen drücken wir uns die Nase platt und an jeder Ecke kann man in einer Bodega verweilen, genießen, die Zeit verstreichen lassen.

 

Bevor wir Sevilla verlassen legen wir einen kurzen Stopp auf der Plaza de Espana ein, dem wohl Plätze Sevillas. Das monumentale, halbkreisförmige Bauwerk im Maria Luisa Park wurde 1929 für die Iberoamerikanische Ausstellung errichtet und hat einen Durchmesser von 200 Metern. Umarmt vom historischen Gebäude chillen viele Pärchen auf den Stufen der riesigen Treppen und genießen den Spät-Herbst-Tag mit seiner sanften Sonne. Wir? Müssen weiter.

 

In El Puerto de Santa Maria erfahren wir, warum ein Sherry so kostbar und köstlich ist. Der Sherry ist ein andalusisches Getränk, das aus verstärktem Weißwein hergestellt wird. Durch einen ganz besonderen Reifeprozess erhält er ein köstliches Aroma. Zu jedem Mahl in Andalusien wird uns ein Sherry gereicht. In der weltberühmten Sherry-Manufaktur Osborne erklärt uns eine Mitarbeiterin, dass der Sherry aus Weißwein der Palomino-Traube hergestellt wird. Der Wein wird veredelt und reift dann jahrelang in riesigen Fässern, an der Luft. In der Osborne Bodega genießen wir zu Live-Jazz-Musik und köstlichen Tapas den einen oder anderen Sherry. Schließlich müssen die verschiedenen Geschmacksrichtungen alle gekostet werden. (www.bodegas-osborne.es)

 

Unser nächstes Ziel ist der UNESCO Weltnaturerbepark Donana in der Nähe von Huelva. Dort angekommen steigen wir in Allrad-Busse um. Und ab gehts über unwegsames Gelände, Sandpisten und Sanddünen, die an die Wüste Afrikas erinnern, hinein ins Dickicht, ins 60tausend Hektar große Feuchtgebiet, durch Pinienwälder hindurch. Tausende Zugvögel überwintern in diesem streng abgesperrten Gebiet. Die stundenlange Fahrt durch den Park erinnert an eine Safari. Man wähnt sich weit ab von der Zivilisation. Dann geht es die Küste entlang. Das Wetter ist wild heute, entsprechend unbändig der Atlantik.

 

Der Nationalpark ist für Besucher nur nach Voranmeldung zugänglich. Man kann Unimog-Touren buchen. Oder man nimmt das Schiff von Sanlucar de Barrameda aus und schippert gemütlich am Nationalparkufer entlang.

 

Hoteltipp für den Donana Park:

Sentido Ama Islantilla. Preisbeispiel unten anbei!

 

Nur einmal im Jahr dürfen Menschen durch den Nationalpark wandern; im Mai. Denn einmal im Jahr pilgern rund eine Million Menschen aus ganz Spanien die sandigen Hügel entlang in Richtung El Rocio, einem kleinen Örtchen am Rande des Parks. In El Rocio angekommen wähnen wir uns in die Kolonialzeit zurückversetzt und Mitten in Mexiko. Pittoreske kleine Häuser, die breiten Straßen sind nicht asphaltiert, das Städtchen ist fast menschenleer. Hier und da sehen wir einen Einheimischen in die Kirche eilen - die berühmte Kirche der Heiligen Jungfrau von El Rocio.

 

Zu Pfingsten findet hier die Romeria del Rocio statt, ein Pilgerfest, bei dem der Jungfrau, der Blanca Paloma, gehuldigt wird. Eine Million Menschen ziehen dann in das 800-Einwohner-Städtchen, 100 Bruderschaften aus Spanien und der ganzen Welt. Die Pilger sind fein rausgeputzt, in traditionelle Gewänder. Viele reiten hoch zu Ross oder fahren mit der Kutsche ein. Daher gibt es in El Rocio keinen Asphalt. Als Höhepunkt des Festivals wird die Jungfrau durch die Strassen getragen. Ein jeder Pilger versucht, sie zu berühren. Denn nur wer sie berührt hat eine wahre Chance auf Segnung.

 

Andalusien ist nur rund 3 Flugstunden von uns entfernt und doch taucht man in eine andere, ganz besondere Welt. Wer hier "nur" Badeurlaub bucht, verpasst eine wunderbare, wilde Schönheit mit traumhaft schönen Küsten, köstlichen spanischen Genüssen und einer Menge spannender Kultur.


 

Autorin Maria Burges ist auf Einladung von Thomas Cook nach Andalusien gereist.



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Andalusien:

 

In Andalusien sollte man unbedingt einen Badeurlaub mit einer Entdeckungsreise verbinden! Ein schönes Hotel am Strand plus diverse Ausflüge. Ein MUSS! Die Ausflüge kann man über Thomas Cook buchen.

 

Fast 900 km Küste mit u.a. Costa de Almeria, Costa Tropical Granades, Costa del Sol in Malaga und Costa de la Luz in Cádiz und Huelva.

"Wir sind das wichtigste Urlaubsziel der Deutschen", schwärmt Andalusien Tourismus Expertin Fatima Blanco Villaverde. "Andalusien ist ein sicheres Urlaubsziel. Wer einmal kommt, kommt garantiert wieder. Sicherheit, Nachhaltigkeit und Qualität sind die drei Säulen unseres Tourismus!"

 

Aktivurlaub:

Golfen (mit 114 Golfplätzen), Wellness., Wandern, Klettern, Canoying, Paragliding, Reiten, Angeln, Tauchen, Surfen und sogar Skifahren.

 

Kultur:

Unendlich viele historische Bauwerke, vor allem in Cádiz und Sevilla und Malaga.

Wer Andalusien wirklich erleben will, sollte eines der vielen Festivals erleben; mit Flamenco, Wein und Tapas.

 

Es gibt viele spannende Routen:

* Route der Kalifen

* Route der weißen Dörfer

* Route der Weiner

* Route des Flamencos, der Burgen und Klöster

* Route der Geschichte des maurischen Andalusiens.

 

Wetter:

Andalusien ist das ganze Jahr über ein feines Ziel. Mit 300 Sonnentagen ist schönes Wetter fast garantiert. Im Winter herrschen bei rund 17 Grad milde Temperaturen.

 

Cádiz:

www.cadizturismo.com

 

Restaurantempfehlung für Cadiz:

Café Royalty, Plaza Candelaria, Cádiz.

 

Andalusien:

www.andalucia.org


Andalusien mit Thomas Cook:

Sentido Ama Islantilla (vier Sterne), Islantilla: (Beim Donana UNESCO Nationalpark)

Das Hotel mit 204 hochwertig eingerichteten Zimmern und Apartments liegt direkt an einem 27-Loch-Golfplatz, in der Nähe des Nationalparks La Doñana. Das Hotel mit drei Salzwasserpools und Spa-Bereich mit Dampfbad, Sauna, Hamam und Hallenbad ist ideal für Ruhesuchende und Golfer. 


Sieben Übernachtungen

im Doppelzimmer mit Frühstück, inklusive Flug, Rail & Fly, 24-Stunden-Versprechen und Transfers ab 497 Euro pro Person. Sieben Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück bei eigener Anreise ab 245 Euro pro Person. 


Green-Fee-Pakete können für fünf Golfplätze in der Region hinzugebucht werden, zum Beispiel einmal 18-Loch für den benachbarten Islantilla Golfplatz für 45 Euro pro Person. Startzeiten können über das Golf-Servicecenter telefonisch unter 06171-65 1071 oder per E-Mail an golfurlaub@thomascook.de hinzugebucht werden.


Buchbar bei Neckermann Reisen (www.neckermann-reisen.de)



Iberostar Andalucía Playa (fünf Sterne), Novo Sancti Petri:

Das im andalusischen Stil erbaute elegante Hotel liegt direkt am feinen Sandstrand und ist ideal für Ruhesuchende und Golfer. Zum 36-Loch-Golfplatz Iberostar Real Novo Sancti Petri mit Golfakademie sind es nur wenige Meter. Mehrere Pools und das Spa-Center „Spa Sensation Thai ZEN“ laden zum Entspannen ein. 


Sieben Übernachtungen

im Doppelzimmer mit seitlichem Meerblick und Frühstück, inklusive Flug, Rail & Fly, Sitzplatzreservierung bei Flug mit Condor, FlexOption, Reiseführer nach Wahl, 24-Stunden-Versprechen und Transfers ab 656 Euro pro Person. 


Buchbar bei Thomas Cook (www.thomascook.de).