Familien unterwegs per Fahrrad

Tipps zur Familienmobilität

 

Mit dem ersten Kind ändert sich für Eltern sehr viel, aufs Radfahren müssen sie aber nicht verzichten – im Gegenteil: Kinderanhänger, Kindersitze und Transporträder sind vielseitige Alternativen zum teuren Pkw-Kombi und Kinderwagen, stellt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in der aktuellen Ausgabe seines Mitgliedermagazins Radwelt fest.

Der Fahrradfachhandel bietet ein vielseitiges Angebot für Eltern, die Fahrrad und Familie vereinen wollen. Babys können in geeigneten Liegen im Kinderanhänger mitgenommen werden und Eltern müssen auf eine ruhige, rüttelfreie Fahrweise achten. Hersteller empfehlen, Babys erst nach einigen Wochen mitzunehmen. Der Kindersitz wird zur Alternative, wenn das Kleinkind ab etwa neun Monaten stabil sitzen kann. „Mit dem Laufrad oder Roller vergrößert sich nach den ersten Schritten der Aktionsradius von Kleinkindern noch einmal enorm. Eltern schätzen das auf Alltagswegen zu Fuß oder beim Sonntagsspaziergang“, sagt ADFC-Verkehrsreferent Wilhelm Hörmann.

Dreirad, Roller oder Laufrad bereiten aufs Radfahren vor. Das erste Kinderfahrrad mit 12-oder 16-Zoll-Laufrädern gilt als Spielrad, mit dem Kinder nicht im Straßenverkehr unterwegs sind. Räder für den Straßenverkehr gibt es ab einer Laufradgröße von 20 Zoll. Laut Straßenverkehrsordnung müssen Kinder bis zum Alter von acht Jahren auf dem Gehweg fahren, und sie dürfen es noch zwei weitere Jahre.

Bevor Kinder eigenständig am Straßenverkehr teilnehmen, können Eltern ein Nachziehrad ohne Vorderrad ans Elternfahrrad hängen. „Auf den Trailerbikes können Kinder mittreten, müssen aber im Straßenverkehr nicht selbst entscheiden. Sie können sich das richtige Verhalten von den Eltern abschauen“, sagt Hörmann. Alternativ dazu gibt es Kupplungen, an die das komplette Kinderrad angehängt werden kann.

Transporträder haben die wohl längste Nutzungsdauer: In vielen lässt sich eine Babyschale befestigen und später thronen die Kinder angeschnallt auf der Sitzbank. Und wenn die Kinder längst selbst fahren, übernimmt das Rad noch viele Jahre den Lastentransport, der weit über den Wocheneinkauf hinausgehen kann, so der ADFC. Die recht schweren Transporträder brauchen aber eine ebene Abstellmöglichkeit.

„Welche Lösungen zur eigenen Familienmobilität am besten passt, hängt von Abstell- und Platzmöglichkeiten, Alter und Anzahl der Kinder ab, und natürlich von den Vorlieben der Eltern“, sagt Wilhelm Hörmann. Für welche Kindertransportlösung sie sich auch entscheiden: Eltern leben vor, dass das Fahrrad im Alltag ein vielseitiges Verkehrsmittel ist, das Spaß macht.

Viele Tipps für mobile Familien gibt der ADFC auf www.adfc.de/kinder. Hier finden Eltern weitere Infos, praktische Checklisten und Tipps für den Kauf von Kinderrädern, Anhängern, Trailern sowie Transporträder und vieles mehr. Zudem lassen sich dort auch die Flyer „Kinder an Bord. ADFC-Tipps zum Kindertransport mit dem Fahrrad“ und „Fahrradkauf kinderleicht. ADFC-Tipps zum Kinderradkauf“ herunterladen.

Das ADFC-Magazin Radwelt liefert zahlreiche Tipps, Trends und Infos rund ums Radfahren. Die Radwelt erscheint alle zwei Monate und ist im ADFC-Mitgliedsbeitrag enthalten. Informationen zur Mitgliedschaft gibt es beim ADFC, Postfach 107747, 28077 Bremen, Infoline: 0421/34629-0, E-Mail: kontakt@adfc.de oder im Internet unter www.adfc.de.