Smartphone im Urlaub

Kosten im Blick behalten

Foto: www.schau-hin.info
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Wenn Familien verreisen, sind meist Smartphone und Tablet im Gepäck. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, der Medienratgeber für Familien, empfiehlt Eltern, ihr Kind auf erhöhte Kosten im Ausland hinzuweisen und auch im Urlaub Medienzeiten zu vereinbaren.

„Damit Familien aktiv die gemeinsame Zeit nutzen, können Eltern schon vor der Reise mit ihrem Nachwuchs feste Zeiten für das Smartphone vereinbaren und auch mal gemeinsam abschalten“, empfiehlt SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. „Gerade in den Ferien sammeln Kinder viele neue Eindrücke. Da ist es gut, einfach mal die Sinne zu schärfen und von der Informationsflut des Alltags eine Auszeit zunehmen. Auch Eltern können hier mit gutem Beispiel vorangehen.“

Handystress vermeiden
Kinder und Jugendliche berichten ihren Freunden in Echtzeit von Erlebnissen im Urlaub. Daher posten sie gern ihren Status oder Schnappschüsse in soziale Netzwerke und senden sie per Messenger. Das ist verständlich, doch kann man verabreden, die Nutzung auf bestimmte Zeitfenster zu beschränken, damit genug Zeit bleibt, um Neues zu entdecken. Ist das Urlaubsziel ausreichend fotografiert und die ersten Nachrichten an die Lieben zu Hause verschickt, fällt dies umso leichter.

Auch mal abschalten
Die Urlaubszeit eignet sich besonders gut dafür, Smartphone und Tablet auch einmal in der Schublade des Hotelzimmers zu lassen. Die Fotos mit den Urlaubshighlights muss man nicht unbedingt gleich vor Ort bearbeiten und zusammenstellen. Das macht zu Hause mit der Familie ebenso viel Spaß und ist eine gute Gelegenheit, um gemeinsam Urlaubserinnerungen aufzufrischen.

Ersatzgeräte mitnehmen
Wer noch ein altes Handy hat, kann auch dieses statt des teuren Smartphones in den Urlaub nehmen. Kinder müssen so nicht während des ganzen Urlaubs ihr teures Gerät vor Sonne, Meer oder Diebstahl schützen, da alte Modelle oft auch robuster und uninteressanter für Diebe sind.
Wichtig dabei: frühzeitig checken, ob Ladegerät und SIM-Karte passen. Alternativ kann man das Mobiltelefon auch gleich zu Hause lassen und für Schnappschüsse die Digitalkamera nutzen. Muss das Smartphone unbedingt mit, dann mit wasserdichten Schutzhüllen, Cases und Bumpern schützen.

Kosten beachten
In der EU gibt es einheitliche Obergrenzen für das Telefonieren und Surfen: der Versand einer SMS kostet höchstens 6 Cent, ein abgehendes Telefonat maximal 19 Cent pro Minute und ein Megabyte Datenvolumen bis zu 20 Cent. Erst 2016 sollen die Zuschläge zum Inlandstarif weiter sinken und 2017 ganz entfallen. Bis dahin sind diese Kosten weiter üblicherweise höher als im Inland. Außerhalb der EU steigen die Gebühren um ein Vielfaches. Deshalb informieren sich Familien am besten vor der Abreise über die Tarife oder Pakete beim Mobilfunkanbieter. Wer das Smartphone im Urlaub nutzt, sollte das Daten-Roaming deaktivieren. Alternativ kann man über WLAN-Spots schreiben oder telefonieren, die häufig etwa im Hotel kostenlos angeboten werden.

Reise gemeinsam planen
Die Vorfreude auf den Urlaub lässt sich mit einer gemeinsamen Familien-Recherche im Netz über das Urlaubsziel und das Stöbern in Reiseführern noch steigern. Alternativ kann man auch Apps nutzen, die im Offline-Modus funktionieren. Das Urlaubsziel lässt sich aber am besten ohne Handy vor der Nase entdecken. So lernt man sich eigenständig zurechtzufinden, kommt in Kontakt mit anderen Urlaubern oder Einheimischen und erhält Tipps aus erster Hand.

 

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